Droht dem Neon das Aus?

Wenn am 31.12.2018 die Ausnahmegenehmigung zur RoHS-Verordnung der EU-Kommission ausläuft, wird vermutlich eines der markantesten Bestandteile unserer Lichtwerbung für immer vom Markt verschwinden. Der lwd und der Europäische Lichtwerbeverband (ESF) arbeiten daran, dieses Aus zu verhindern. Auf der kommenden Jahrestagung des lwd in Berlin wird Luc Steegmans zu unseren Chancen berichten.

Das endgültige Verbot der Verwendung von Quecksilber in Leuchtmitteln würde für die Herstellung von Neon-Hochspannungsröhren bedeuten, dass zukünftig nur noch Röhren hergestellt werden können, die mit reinem Neon befüllt sind und rot leuchten. Alle anderen Lichtfarben, die sich aus einer Kombination von Argon, Leuchtstoff und Quecksilber ergeben, wären nicht mehr herstellbar. Dieses wäre ein herber Einschnitt für unsere Branche und gleichzeitig für die noch produzierenden Neon-Glasbläsereien und deren Beschäftigten existenzbedrohend! Wie schon in 2012 wird aktuell unter der Federführung von Luc Steegmans und dem Europäischen Verband der Lichtwerbung bei der EU-Kommission versucht, dem drohenden Verbot des klassischen Neons, entgegenzuwirken.

Aktuell gibt es keine vergleichbare Alternative zu diesem Leuchtmittel, das seit geraumer Zeit eine Renaissance erfährt und nicht nur in der Kunstszene eingesetzt wird. Mit dem Verbot von Neon würden sowohl ein Handwerk als auch ein Kulturgut vernichtet werden!

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