Unter einem D-A-CH

MÜNCHEN Zu einer ersten offiziellen Zusammenkunft trafen sich am 31.07.2015 die Vertreter der deutschsprachigen Lichtwerber-Verbände, dem Verband Österreichischer Lichtwerbung (VÖL), dem Lichtwerber Deutschland e.V. (LWD) und dem schweizerischen Verband Werbetechnik + Print (VWP). Das von ESF-Präsident und LWD-Vorsitz Hans Joachim Kremser initiierte Treffen sollte ursprünglich der Abstimmung der Interessen innerhalb der ESF-Projektgruppe zur europäischen Normung dienen. Die von allen drei Verbänden eingebrachten Tagungsinhalte und deren ersten Gesprächsergebnisse zeigten jedoch, das alle drei Verbände viele sich überschneidende Zielsetzungen und Ideen haben und es sich lohnt, zukünftige Aktivitäten abzustimmen und daraus entstehende Synergieeffekte für die Mitglieder zu nutzen - nicht nur bei der Normung!

Nach einer kurzen Begrüßung aller Vertreter durch Hans Joachim Kremser und Statements über die aktuelle wirtschaftliche Situation der Lichtwerbebranche in den drei Ländern nahmen alle Beteiligten die Diskussionen über die auf der Tagesordnung stehenden Punkte auf. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, dass in vielen Punkten schon jetzt große Übereinstimmung bei den Verbandsvertretern herrscht. So ist es auch zu erklären, das die angesprochenen Themen sehr konstruktiv und zielgerichtet geführt wurden. Hier wurde die Basis für eine zukünftige, fruchtbare Zusammenarbeit im Projekt D-A-CH Sign gelegt!

Einzelne Themen waren unter anderem:
• Wie können wir künftig eine „gemeinsame“ Stimme für unsere Anliegen in dieser oder künftiger Normungsgruppen erreichen?
• Welche Ziele einer künftigen Norm „komplette Werbeanlagen“ sind aus den 3 Verbänden wünschenswert und welche sind nicht akzeptabel?
• Info über die künftige Norm „EN 50107-3 – Lichtwerbeanlagen unter 1000V“
• Welche Erfahrungen machten die Verbände zur Gewinnung weiterer Mitglieder bzw. gegen einen Mitgliederschwund?
• Welche Verbandsstrukturen der 3 Verbände sowie Kapazitäten bestehen heute und welche Erfahrungen machte der Schweizer Verband mit der Fusion
zwischen den Werbetechnikern, Siebdruckern sowie Lichtwerbern?
• Gemeinsame Ausbildung, Weiterbildung usw. für den deutschsprachigen Raum
• Welcher Mehrwert könnte durch eine vermehrte Zusammenarbeit unter den 3 Verbänden entstehen?

Wie geht´s weiter unter dem D-A-CH weiter?
Alle Teilnehmer beschließen die D-A-CH Sign im Sinne eines kontinuierlichen Gedankenaustausches fortzuführen und in regelmäßigen Treffen zwischen den Verbänden die Zusammenarbeit zu intensivieren. Schon am 18. September werden die Gespräche bei der VÖL-Jahrestagung in Klagenfurt fortgesetzt, um den angeschobenen Prozess der Zusammenarbeit zu konkretisieren.
Die für die Anfang Oktober 2015 stattfindende ESF-Generalversammlung in Brüssel soll dann genutzt werden, weitere Schritte festzulegen, hier wird der Schwerpunkt dann auf dem Projekt Normung von Werbeanlagen liegen.

Die Zeitschrift WERBETECHNIK wird über die Zusammenarbeit in der nächsten Ausgabe aktuell berichten und die Aktivitäten der D-A-CH Sign zukünftig redaktionell begleiten.

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