Corona aktuell

Seit Beginn der Corona-Krise hat die Bundesregierung in enger Zusammenarbeit mit den Ländern und mit den Fraktionen des Deutschen Bundestags Maßnahmen ergriffen, um die Folgen der Krise für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger, für die Einkommen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und Selbständigen und für die Umsätze der Unternehmen so gut wie möglich abzufedern.
Auf der übergreifenden Informationsseite der Bundesregierung werden die Maßnahmen permanent aktualisiert und durch Links zu weiterführenden Angeboten ergänzt.
alle Infos der Regierung hier

Bessere Bedingungen für die Weiterarbeit nach Renteneintritt

Statt bisher 6.300 Euro können in diesem Jahr 44.590 Euro ohne Abschläge in der Rente hinzuverdient werden. Wir erweitern befristet den zeitlichen Rahmen für kurzfristige Minijobs von jetzt 70 auf 115 Tage (von drei auf fünf Monate).
Die Regierung will den derzeitigen hohen Personalbedarf im Gesundheitsbereich wie in essenziellen Versorgungsbranchen sicherstellen. Dafür ermöglicht man einen höheren Hinzuverdienst bei Rentnerinnen und Rentnern, wenn sie mithelfen wollen: Statt bisher 6.300 Euro können in diesem Jahr 44.590 Euro ohne Abschläge in der Rente hinzuverdient werden. Man erweitert befristet den zeitlichen Rahmen für kurzfristige Minijobs von jetzt 70 auf 115 Tage (von drei auf fünf Monate). Zudem hat man bundeseinheitliche Ausnahmen von den Arbeitszeitvorschriften erlassen, um öffentliche Sicherheit und Ordnung, Gesundheitswesen und pflegerische Versorgung, Daseinsvorsorge und die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

Arbeitsplätze sichern - Beschäftigten und Familien helfen

Die Corona-Krise wirkt sich massiv auf den Arbeitsmarkt aus. Verschiedene Maßnahmen sollen helfen die Folgen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abzufedern.
Der Zugang zum Kurzarbeitergeld (KuG) wurde deutlich erleichtert und erweitert. Die Regierung will, dass so viele Arbeitsplätze wie möglich in dieser Krise erhalten bleiben. Deshalb haben sie das bewährte Instrument der Kurzarbeit deutlich ausgeweitet. Es kann bereits genutzt werden, wenn mindestens zehn (statt früher 30) Prozent der Beschäftig-ten vom Arbeitsausfall betroffen sind, ohne dass Zeitkonten vorher ins Minus gefahren werden müssen. Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können KuG be-ziehen. Die Bundesagentur für Arbeit erstattet die Sozialversicherungsbeiträge komplett.
Die Unternehmen nutzen diese Möglichkeiten schon jetzt sehr intensiv. Bis Ende März hatten über 470.000 Unternehmen bei der Bundesagentur für Arbeit Kurzarbeit angezeigt. In den davon bis zum 25. März geprüften gut 55.000 Anzeigen betraf dies rd. 1,04 Millionen Beschäftigte. Es zeichnet sich somit eine ungleich intensivere Nutzung als in der Finanzkrise 2008/09 ab, als in der Spitze knapp anderthalb Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit waren.
Um den Einkommensausfall durch Kurzarbeit zu mindern, können Unternehmen die Differenz zum normalen Arbeitslohn kompensieren. In vielen Tarifverträgen ist dies bereits der Fall. Die Bundesregierung ermutigt die Sozialpartner und Unternehmen nachdrücklich, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Beschäftigte in Kurzarbeit, die eine Nebentätigkeit in einem systemrelevanten Bereich aufnehmen, können das derzeit ohne Abzüge tun, solange der Nebenverdienst den Verdienstausfall in der Hauptbeschäftigung nicht überschreitet. Wer gleichwohl aufgrund von Kurzarbeit unter das Grundsicherungs-niveau rutscht, kann aufstockend Leistungen der Grundsicherung (SGB II) in Anspruch nehmen.
Zum Thema KuG ist man im permanenten Gespräch mit den Sozialpartnern, um eventuell weitere Anpassungen vorzunehmen. Ausführlichere Informationen rund um das Kurzarbeitergeld gibt es beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Bundesagentur für Arbeit.
https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/erleichtertes-k...

Sonderzahlungen für Beschäftigte sind in der Krise bis 1.500 Euro steuer- und abgabenfrei

Viele Unternehmen unterschiedlicher Branchen wollen den besonderen Einsatz ihrer Beschäftigten belohnen. Das wird unterstützt, einmalige Sonderzahlungen sind deshalb bis zu 1.500 Euro steuer- und sozialabgabenfrei. Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden.
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Fin...

Mieterinnen und Mieter werden vor dem Verlust von Wohnung oder Ladenlokal geschützt

Mieter und Gewerbetreibende sollen in dieser schwierigen Zeit nicht ihr Zuhause, ihr Betriebs- oder Ladenlokal verlieren. Mietern und Pächtern kann deshalb nicht wegen ausgefallener Mietzahlungen im Zeitraum bis zum 30. Juni 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie gekündigt werden. Die Mieter oder Pächter haben bis zum 30. Juni 2022 Zeit, diese Zahlungsrückstände zu begleichen. Erst dann kann eine coronabedingt unterbliebene Zahlung zur Kündigung führen. Auch Leistungen der Grundversorgung (Strom, Gas, Telekommunikation, soweit zivilrechtlich geregelt auch Wasser) dürfen nicht verweigert werden, weil Zahlungspflichten krisenbedingt nicht sofort nachgekommen wird (auch bis zum 30.06.2020). Weitergehende Informationen hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz auf einer Übersichtsseite zusammen-gefasst. Bei der Beantragung von Wohngeld wird derzeit geprüft, wie coronabedingte Einkommensverluste schnell und unbürokratisch geltend gemacht werden können.
https://www.bmjv.de/DE/Themen/FokusThemen/Corona/Miete/Corona_Miete_node...

Quelle: Auszug aus der Zusammenstellung durch das Bundesministerium der Finanzen

Diese Hilfen können Ihnen jetzt zustehen:

Die Bundesregierung baut die Kredithilfen für kleine und mittlere Betriebe aus. Das neue Programm "KfW-Schnellkredit 2020" macht eine noch raschere Unterstützung für mittelständische Unternehmen möglich.
https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/hilfen-fuer-mittelstand-173...

Wenn Ihr Umsatz aufgrund der Corona-Krise stark rückläufig ist, dann kann man Liquiditätshilfe der KfW über die Hausbank in Anspruch nehmen. Der Überbrückungskredit soll schnell ohne viel Bürokratie bereitgestellt werden.
In den ersten 6 Monaten werden nur die Zinsen erhoben, getilgt werden muss erst danach. Informieren Sie sich über die Zinskonditionen und das weitere Procedere bei Ihrer Bank.

Kurzarbeit:
Wenn nicht mehr genug Arbeit da ist, können Unternehmer ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken.
Damit sollen Entlassungen verhindert werden. Bei Kurzarbeit arbeiten die Mitarbeiter entweder gar nicht oder weniger. 60% des Nettolohnes wird von der Bundesagentur für Arbeit bezahlt. Den Arbeitgebern werden zudem die Sozialversicherungsbeiträge, die sie bei Kurzarbeit zahlen müssen, in voller Höhe erstattet.
Lesen Sie hier alle Details: Arbeitsagentur

Steuerstundung :
Der Umsatz fällt, die laufenden Kosten aber bleiben. Jetzt kann man beim Finanzamt anfragen, ob eine Stundung der Steuerforderungen möglich ist. Das könnte dann der Fall sein, wenn die Krise eine Härte für den Betrieb bedeutet. Die Bundesregierung hat die Finanzämter angewiesen, bei den anzupassenden Vorauszahlungen keine strengen Anforderungen zu stellen. Säumniszuschläge sollen entfallen.
Lesen Sie die jeweiligen Bestimmungen Ihres Bundeslandes hierzu unter folgendem Link: Bundesfinanzministerium

Hilfe soll es auch für Unternehmen und Solo-Selbständige vom jeweiligen Bundesland geben.
Bayern hat beispielsweise ein Soforthilfeprogramm für Freiberufler und Unternehmen auf die Beine gestellt, das dort unterstützen soll, wo es Liquiditätsengpässe gibt oder die Existenz bedroht ist.
s. auch diesen Link, der uns über LWD-Mitglied Stephan Fischer zugestellt wurde:
https://www.baymevbm.de/baymevbm/ServiceCenter/Corona-Pandemie/Finanzier...

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat z.B. folgendes umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen.
Bereitgestellt werden direkte Finanzhilfen für kleinere und mittlere Unternehmen, die nicht zurückbezahlt werden müssen
Nach derzeitigem Stand (23. März 2020) gibt es keine bürokratischen Voraussetzungen dafür.
Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt bis zu:
- 9.000 Euro für 3 Monate für antragsberechtige Soloselbstständige und Unternehmen mit 0 bis 5 Beschäftigten)
- 15.000 Euro für drei Monate für Unternehmen mit 6 bis 10 Beschäftigten
- 30.000 Euro für drei Monate für Unternehmen mit 11 bis 50 Beschäftigten
Die Antragstellung erfolgt ab Mittwochabend, 25. März 2020 bei der IHK Region Stuttgart (auch für Nichtmitglieder) und der Handwerkskammer Region Stuttgart. Weitere Informationen erhalten Sie beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg:
Soforthilfe Corona

Eine gute Zusammenfassung, was die anderen einzelnen Bundesländer anbieten, findet man hier: Soforthilfen der Bundesländer

Einen herzlichen Dank an dieser Stelle, an die Steuerberatung Hofmann & Franz aus Ludwigsburg, für die Bereitstellung wertvoller Informationen.

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